75 Jahre Charta der Vereinten Nationen: ein Meilenstein des Völkerrechts

Die CDU Solingen erinnert an den 75. Jahrestag der Unterzeichnung der Charta der Vereinten Nationen.
 
Am 26. Juni 1945, dem letzten Tag der seit Ende April tagenden Konferenz von San Francisco, unterzeichneten die Vertreter von 50 Staaten den Gründungsvertrag und damit die "Verfassung" der Vereinten Nationen.
 
Am 24. Oktober 1945, nach der Ratifizierung durch die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, die Sowjetunion und die USA) und der Mehrheit der übrigen Unterzeichner trat sie in Kraft, und die Vereinten Nationen wurden gegründet. Der Beitritt Deutschlands erfolgte erst am 18. September 1973.
 
"Die Unterzeichnung der Charta und die Gründung der Vereinten Nationen unmittelbar nach Beendigung des 2. Weltkrieges stellen einen Meilenstein des Völkerrechts dar", würdigt CDU-Kreisvorsitzender Sebastian Haug das Ergebnis der Konferenz von San Francisco.
"Nach dem unermesslichen Leid der Konflikte von 1914 - 1918 und von 1939 - 1945 sollten Charta und UN vor allem dem Weltfriedenund der internationalen Sicherheit dienen."
Weitere Ziele waren und sind die friedliche Schlichtung aller Streitigkeiten, der Verzicht auf Gewaltanwendung, die Achtung der Gleichheit und der internationalen Souveränität der Staaten, die Förderung freundschaftlicher internationaler Zusammenarbeit und die Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion.
 
Mit der UN-Charta sollten die "Geburtsfehler" der im Wesentlichen folgenlosen Organisation des Völkerbundes von 1919 vermieden werden, der weder ein absolutes Gewaltverbot, noch Sanktionsmöglichkeiten gegen Verstöße vorsah und dem mächtige Einzelstaaten wie die USA und die Sowjetunion niemals beigetreten waren.
 
"Auch wenn die Vereinten Nationen ihre ursprünglichen Vorsätze offensichtlich nicht immer erreicht haben (seit ihrer Gründung gab es hunderte von bewaffneten internationalen Konflikten, und jede internationale Organisation ist immer nur so stark wie der Wille ihrer Mitglieder zur Kooperation), richtet ihre Existenz und ihr Wirken den Blick der Weltöffentlichkeit doch stets auf die richtigen Ziele: die Erhaltung des Friedens und die Achtung der Menschenrechte", bilanziert Haug.
"Die Charta ist damit heute noch genau so aktuell wie vor 75 Jahren."
 
Für weitere Informationen:
Nina Ganzer-Hensel, Tel.: 0212/64 54 64 0

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