CDU erinnert an Bombardierung Solingens vor 75 Jahren

Am Samstag, dem 4. November 1944, bombardierten gegen Mittag 170 britische Lancaster-Bomber achtzehn Minuten lang das Solinger Stadtgebiet von der Krahenhöhe über die Schützenstraße und den Ufergarten bis zum alten Hauptbahnhof. Das betroffene Gebiet südlich dieser Linie wurde massiv zerstört.
Am darauffolgenden Tag, dem 5. November, legten zwischen 13:00 und 13:26 Uhr wiederum 165 Maschinen der Briten mit 783 Tonnen Spreng- und 150 Tonnen Brandbomben die Innenstadt fast vollständig in Schutt und Asche. Es waren insgesamt an beiden Tagen ca. 2.000 Tote zu beklagen – die Schätzungen variieren allerdings zwischen 1.880 und 2.253. Um die 2.600 Menschen waren verletzt. Rund 20.000 Bewohner wurden obdachlos; wohl 16% der damaligen Solinger Gebäude waren zerstört. Die britische Presse prahlte über die beiden Angriffe: „Solingen, das Herz der deutschen Stahlwarenindustrie, ist eine zerstörte, tote Stadt.“ Die Klingenstädter ihrerseits sind bis zum heutigen Tag zu der Überzeugung gelangt: „Nie wieder Krieg.“ Dies jedenfalls entspricht der Meinung und Wahrnehmung von Bernd Wilz, unserem ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung (1992-1998).

Erst im Sommer 1948 wurde der Beschluss zum – letztlich bis Ende 1963 dauernden – Wiederaufbau der zerstörten Altstadt gefasst. Vorherige Pläne zur Verlegung der Innenstadt, einschließlich eines Rathauses, in die geografische Mitte nach (Mittel-)Gönrath - zwecks Schaffung eines echten Zentrums - wurden verworfen.

Als Lehre aus Krieg und Vernichtung wurden schon vor 70 Jahren das Grundgesetz verabschiedet und die Bundesrepublik Deutschland gegründet; sie bekannte sich zu Frieden und Freiheit sowie zur westlichen Welt. Ihr Schutz sollte durch die ebenfalls 1949 gegründete NATO sichergestellt werden. Mit der Unterschrift von Bundeskanzler Konrad Adenauer am 5. Mai 1955 trat die Bundesrepublik diesem Bündnis bei, baute die Bundeswehr ab dem 12. November 1955 auf und leistete so ihren Beitrag zu Abschreckung, Kriegsverhinderung und zu Frieden in Freiheit.

Auch nach der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 blieb der Auftrag der Präambel des Grundgesetzes bestehen, „dem Frieden der Welt zu dienen“, so Wilz.

Für weitere Informationen:
Nina Ganzer-Hensel, Tel.-Nr.: 0212 - 64 54 64 0 

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